Rezension - Nora Miedler - Aschenpummel
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Titel: Aschenpummel
Genre: Frauenroman/Humor
Taschenbuch: 272 Seiten
ISBN-10: 354828342X
ASIN: B006MCNT8K
Verlag: Ullstein Taschenbuch


Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Kein Fettnäpfchen ist so klein, dass Teddy Kis es nicht mit schlafwandlerischer Sicherheit finden würde. Das ist leider auch schon das einzige, was derzeit bei ihr klappt. Ansonsten läuft es gerade nicht so gut: die Mutter eine Tyrannin, die Schwester eine Traumfrau mit Doktortitel, der Job eine Zumutung und von Figurproblemen fangen wir lieber gar nicht erst an. Teddy fühlt sich zu dick, zu doof, zu ungeliebt. Aber es gibt einen Lichtblick: den Pirat und Buchhändler von gegenüber, ihre heimliche Liebe! Und auf einmal ist Teddy wild entschlossen, sich ihren Teil vom Glück zu nehmen, komme, was wolle. Selbstmitleid war gestern, Tussis, zieht euch warm an, jetzt kommt Teddy Kis!
Ich hatte mir einen modernen, frechen und witzigen Frauenroman erwartet. Titel und Klappentext sind eigentlich recht ansprechend, dennoch wurde ich enttäuscht. Ich finde "Aschenpummel" sterbenslangweilig. Die Hauptprotagonistin Teddy geht mir tierisch auf die Nerven! Ich mag sie leider gar nicht. Die anderen Charaktere finde ich bedauerlicherweise auch ganz furchtbar. Teddys Mutter, ihre Schwester und der Zahnarzt sind wirklich grausige Zeitgenossen. Selbst der Pirat ist mir unsympathisch, obwohl ich diesen Charakter noch am interessantesten finde. Positiv aufgefallen ist mir der relativ lockere Schreibstil, man kann das Buch recht zügig auslesen.

Teddys Lebensweg erscheint mir ziemlich unglaubwürdig. Alleine die Tatsache, dass sie mit 32 Jahren noch Jungfrau ist. Das könnte ich ja vielleicht noch glauben, wenn da nicht noch einige andere Situationen wären. Sie hat sich z.B. eine Wohnung gemietet und diese am Anfang vor ihrer Mutter verheimlicht. Für was mietet man sich eine Wohnung, wenn man dort nicht wohnt? Ich will euch aber nicht zu viel verraten. Es ist besser, wenn man unvoreingenommen an die Geschichte herangeht, denke ich.

Vielleicht habe ich mir einfach etwas anderes davon erwartet. Ich weiß leider auch nicht, woran es liegt. Sehr negativ aufgefallen ist mir auch, dass Teddy mit 79 Kilo als richtiges Schwergewicht beschrieben wird. Als Leser denkt man anfangs nämlich eher, dass sie 150 Kilo aufwärts haben muss. Das erscheint mir ziemlich übertrieben. Die Geschichte spielt in meiner derzeitigen Heimatstadt Wien. Deswegen dachte ich auch, dass es mir Spaß machen würde, diesen Roman zu lesen. Leider ist genau das Gegenteil eingetreten. Beim Lesen hatte ich außerdem das Gefühl, dass die Geschichte eher in den 90er Jahren spielt und nicht in der Jetztzeit.

Komplett abraten möchte ich von "Aschenpummel" aber nicht. Ich habe schon sehr viele positive Meinungen darüber gelesen. Ich denke, es ist einfach Geschmackssache, ob man die Charaktere lieb gewinnt oder nicht. Ich komme mit dem Humor im Buch leider gar nicht klar. Wenn der Roman komplett als Satire aufgebaut wäre, würde ich vielleicht Gefallen daran finden. Leider kann mich diese Geschichte in dieser Form gar nicht überzeugen. Ich hoffe, euch gefällt dieses Buch besser! Schreibt mir eure Meinung dazu doch bitte in die Kommentare.

Meine Bewertung: 2 von 5 Büchern
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Meine Altersempfehlung: 
Ab 16 Jahren
4 Responses
  1. Hört sich wirklich nicht gut an.79 Kilo und Schwergewicht,so was ärgert mich dann auch immer. Ich meine man gewöhnt sich ja daran, dass die Protagonisten immer so toll aussehen. Aber wenn dann schon mal jemand mit Übergewicht die Hauptrolle spielt, dann sollte die Person doch dann bitte auch Übergewicht haben.
    Wenn du frechen und witzigen Frauenroman lesen möchtest, kann ich dir die Bücher von Frau Gier empfehlen. Wobei ihr Humor auch Geschmacksache ist, meinen trifft er ^^


  2. Ja, das fand ich schon schlimm :( Es steht zwar soweit ich weiß nicht im Buch, wie groß die Protagonistin ist - trotzdem hat sie mit diesem Gewicht vermutlich höchstens leichtes Übergewicht und nicht gleich Adipositas. Im Buch wird z.B. auch beschrieben, dass sie zwei Miederhöschen übereinanderziehen muss. Das fand ich ziemlich übertrieben.

    Danke für den Tipp! Ich wollte immer schon ein Buch von Kerstin Gier lesen. Welches hat dir denn besonders gut gefallen? Ich glaube, ich werde mir eines von ihr holen :)


  3. Ja, finde ich auch übertrieben. Und da fragen sich manche wo die Komplexe her kommen * kopf schüttelt*

    Ihre Jugendbücher fand ich alle toll ( Smaragdgrün nicht ganz so toll wie die anderen) Von ihren Erwachsenen Romanen habe ich bis jetzt nur "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" und "In Wahrheit wird viel mehr gelogen" Ersteres hat mich besser gefallen. Die anderen Bücher von ihr liegen alle noch auf meinem SuB


  4. Danke für die Tipps! Da werde ich mir bei Gelegenheit einfach einmal ein Buch von ihr holen :)