Rezension - Evanne Frost - Ach, zur Hölle mit all den Mr. Greys
Titel: Ach, zur Hölle mit all den Mr. Greys
Genre: Liebesroman
Länge: 200 Seiten
ASIN: B00VGZF3UK
ISBN-10: 9963530389
Verlag: bookshouse

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Peitschen und Daumenschellen? O Gott! Dem ganzen Hype um Doms und Subs kann Lexy nichts abgewinnen. Ihre Freundin Natascha jedoch fliegt auf die Geschichte rund um den begehrten Mr. Grey, weswegen sich Lexy überhaupt zu dieser irrwitzigen Idee überreden lässt. Sie übernimmt Nats Identität und ihren Job, während sich diese eine luxuriöse Chartertour durchs Mittelmeer gönnt, um ihre neu erwachten Leidenschaften zu ergründen. Lexy hingegen lernt den eleganten, aber kühlen Steven Lewis kennen, der sie nach getaner Arbeit als Dank für ihre hervorragende Leistung auf seine Jacht einlädt. Zu dumm nur, dass dies ausgerechnet die Jacht ist, auf der Nat in die Geheimnisse des BDSM eingeführt wird. Wie sollen sie aus dieser Nummer bloß wieder herauskommen? Und wie soll sie den attraktiven Skipper Jaylen einsortieren, der ihr Herz wie verrückt klopfen lässt?
Der Roman ist unterhaltsam, er lässt sich superschnell lesen, was man dem lockeren und fesselnden Schreibstil der Autorin zu verdanken hat. Die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Stellenweise ist die Geschichte sehr humorvoll, bringt einen durchaus öfter zum Schmunzeln. Das Thema Bdsm wird dem Leser hier auf witzige Weise näher gebracht, besonders realistisch ist die Geschichte allerdings nicht unbedingt. Ein paar Szenen sind schon etwas haarsträubend, aber es ist ja auch ein Liebesroman, weshalb mich das jetzt nicht weiter stört. Die Charaktere sind zwar nicht blass, irgendwie werde ich aber auch nicht warm mit ihnen. Lexy ist meiner Ansicht nach am besten ausgearbeitet, zu ihr kann man einen guten Draht beim Lesen entwickeln. Steven kann ich mir dagegen am wenigsten vorstellen, er bleibt ziemlich farblos. Natascha und Jaylen liegen irgendwo im Mittelfeld, besonders ans Herz gewachsen ist mir allerdings kein Protagonist.

Für meinen Geschmack hätte das Buch ruhig etwas kritischer und nicht ganz so klischeehaft sein dürfen. Anfang und Mittelteil sind sehr amüsant, am Ende geht mir aber leider irgendwie alles zu schnell. Es kommt mir jedenfalls so vor, dass die Autorin plötzlich keine Lust mehr auf den Roman hatte, weshalb sie ihn einfach überstürzt beendet hat. Ich hätte mir da noch ein oder zwei Kapitel mehr gewünscht. Außerdem finde ich den Epilog am Schluss total unpassend. Er versaut einem ehrlich gesagt im Nachhinein das komplette Buch. Ich kann leider nicht verstehen, was Evanne Frost damit bezwecken wollte. Ich muss gestehen, dass sich das Nachwort auch ein wenig auf meine Bewertung auswirkt. Im Großen und Ganzen gefällt mir der Roman dennoch gut, er bietet kurzweilige und romantische Unterhaltung für zwischendurch. Deshalb kann ich euch die Geschichte trotz Kritik empfehlen.

Meine Bewertung: 3 von 5 Büchern
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Meine Altersempfehlung: 
Ab 18 Jahren
1 Response
  1. Haha, kritisch statt klischeehaft... das wäre doch mal was. :D Ich kann solche Bücher gar nicht lesen. ^^